30. Oktober 2014

Im Wettlauf mit der Zeit !

 

Bei unserem letzten Coursing der Saison am Spitzerberg hatten wir nicht  – wie die Coursings zuvor –  Probleme mit Regenschauern oder Hitze, dieses Mal kämpften wir gegen den Nebel.

Wegen der hohen Anzahl an Läufen hatten wir den Start auf 8:30 Uhr vorverlegt, um auch vor Einbruch der Dunkelheit, die bedingt durch die Zeitverschiebung an diesem Tag eine Stunde früher war, rechtzeitig fertig zu werden.

Doch der Nebel war ein erbitterter Feind. Erst um 11:00 Uhr konnten wir endlich beginnen, in der Hoffnung, die verlorene Zeit (immerhin 2,5 Stunden) aufholen zu können, Skepsis war jedoch allen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. Der Wettlauf mit der Zeit hatte begonnen!

Bereits einen Tag vorher –  an unserem Trainingstag –  hatten wir das gleiche Problem mit dem Nebel, jedoch wesentlich weniger Läufe als am Sonntag, wo unser Team 90 Läufe zu bewältigen hatte! Unsere zwei Männer, Reini Gutwenger und Mike Riegler, die sich mit Hasenzug und Auslegen abwechselten, waren die Helden des Tages! Beide haben alles gegeben, ein perfektes Team gebildet und sich großartig ergänzt.

Mike beim Auslegen

 

An dieser Stelle herzlichen Dank an Reini Gutwenger, Obmann des TWSV Tiroler Windhundesport Verein, der, um uns zu helfen, bereits am Freitag aus Galtür anreiste, da unser technischer Leiter  Gerhard „Höbi“ leider das Krankenhaus nicht verlassen durfte. Schön, dass man auf Freunde zählen kann!

 Reini an der Hasenzugmaschine

 

Am Trainingstag lief mit den Maschinen alles prima, alle Vorbereitungen für den großen Tag waren getroffen, neue Schnur auf der Hasenzugmaschine –  alles perfekt so dachten wir! Am Sonntag, als nach den ersten Zügen ständig die Schnur riss, wodurch wir wertvolle Zeit verloren, musste auf die Finnische Maschine gewechselt werden –  fünf Minuten später ging es dann los.

Mike an der Finnischen Hasenzugmaschine beim Whippetstart

 

Zügig, schnell und konzentriert wurde Lauf um Lauf gezogen, doch die Zeit lief mit, um ca.13:30 Uhr kamen die ersten Zweifel auf, ob wir es zeitlich schaffen würden, der 1.DG mit 45 Zügen war beendet aber für den 2. Durchgang blieben maximal noch 3,5 Stunden! Da durfte es keine Sekunde Verzögerung geben!

Nach kurzer Absprache mit den Richtern wurde beschlossen, keine Pause zu machen, dann wäre es unter der Voraussetzung, dass es keine einzige Panne gab, zu schaffen.

Vielen herzlichen Dank an unsere Richter Bernd Rahms/D u. Steinar Mathisen/Norwegen, die um Punkt 8:00 Uhr am Feld waren und durchgehend dort Ihre Position gehalten haben, es war ein wirklich harter Job!

 Bernd Rahms geschulte Coursingaugen in Aktion

 

Nicht genug, dass der Wettlauf mit der Zeit im vollem Gange war,  es kam auch noch erschwerend  dazu, dass im Sekretariat die Kabel vom Laptop und Drucker verschmorten, regelrecht abbrannten, wir konnten die Wertungen der Punkte nicht aushängen. Vielen Dank an Martina Wiesinger, die sofort Andreas Huschka, den Präsidenten des ÖKWZR, anrief und er sich sofort in sein Auto setzte und mit seinem Equipment zum Spitzerberg fuhr um uns zu helfen, vielen herzlichen Dank Andreas!

Auch Danke an unseren Tierarzt Andreas Varga, der Gott-sei-Dank nicht viel zu tun hatte. Ein Whippet verletzte sich beim Herausspringen aus dem Auto an der Kralle, ein anderes Whippet zog sich beim Kill leichte Rötungen am Bauch zu – gute Besserung den beiden Unglücksraben!

Auch vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Nicole Faschingeder und Andrea Pocta die unermüdlich im Einsatz waren, auch an Heidi, Sabine, Sissi, Elke, Inge, Regina und allen, die uns nur irgendwie unterstützt haben.

 

Thomas serviert den Richtern gekonnt das Essen aufs Feld:-)

 

Unser Zeitfenster wurde immer kleiner, wir stoppten bereits die Zeit der Läufe, um zu errechnen, ob wir es schaffen würden, alle Rassen komplett zu ziehen. Es war verdammt knapp, denn die Dämmerung kam mit großen Schritten näher, wir schickten alle Hunde einer Rasse gleichzeitig zum Start, damit es dort keine Verzögerung gab und der Start damit schneller erfolgen konnte, jede eingesparte Minute hat geholfen unserem Ziel, das Coursing erfolgreich zu beenden, näher zu kommen! Punkt 17:00 Uhr war der letzte Lauf durch – HURRA – alle konnten aufatmen, es war geschafft. Eine Minute später und es wäre nicht mehr möglich gewesen noch einen Lauf zu ziehen, da sich bereits die Dunkelheit über den Spitzerberg gesenkt hat! Den Wettlauf mit der Zeit hat der FCW für sich entschieden – wir haben gewonnen!

Schnell gingen die letzten Richterwertungen ins Sekretariat, Gabi hatte alle Hände voll zu tun, vielen Dank!!!!

 Um 17:05 Uhr war es bereits dunkel, die meisten Teilnehmer hatten bereits nach den Läufen ihrer Hunde das Feld verlassen und es sich im Gasthof gemütlich gemacht.

Inge half den Männern beim Abbau indem sie mit ihrem Auto das nötige Scheinwerferlicht gab. Herzlichen Dank an Fritz Wiehser und Herbert Mayer, die Mike und Reini sofort helfend zur Seite standen, so konnte mit vereinten Kräften der Hänger rasch gepackt werden.

Um 18:30 Uhr war es dann soweit, Siegerehrung, Applaus, Freude und ein dickes Lob von den Richtern, sehr schöne Ansprache von Bernd Rahms, Danke auch an unsere Freunde  u.a. an Martina, Nina, Andrej und Evi, die uns geholfen haben, die Siegerehrung vorzubereiten – vielen Dank!

 

Doch einen wehmütigen Moment gab es an diesem Abend: Unsere Kylie (Besitzerin Heidi Max) beendete ihre Karriere und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Als Kamikaze-Kylie geht sie in die Geschichte des FCW ein – wir werden nie vergessen, wie sie in halsbrecherischer Art über den Parcours fegte – Alles Gute Kylie vom Kleinen Berg, bleib gesund und wir hoffen Dich noch oft bei den Schauläufen zu sehen!

Kylie vom Kleinen Berg bei ihrem Abschiedslauf

 

Wir danken allen Teilnehmern und gratulieren allen Platzierten, es war ein sehr schönes Abschlusscoursing! Wir freuen uns schon heute, Euch alle im März wiederzusehen.

Doch vorher treffen wir vielleicht einige von Euch beim Schneecoursing des TWSV Tiroler Windhundesport Verein am 10. Jänner 2014 in Galtür – Reini würde sich freuen, wenn Ihr einmal zu ihm nach Tirol kommen würdet. Info unter www.windhundesport.at

Reini beim Auslegen

 

Vielen Dank für die Fotos an: Nina Wiesinger, Heidi Max, Petra Kerschbaumer, Nina Neswadba und Michael Rosian.

Unter diesen Links findet Ihr weitere Fotos von Heidi Max:

https://plus.google.com/photos/111100752617610453738/albums/6075325802768937649

https://plus.google.com/photos/111100752617610453738/albums/6075747336333316721

https://plus.google.com/photos/111100752617610453738/albums/6075735919076529457

https://plus.google.com/photos/111100752617610453738/albums/6075729929749031873

 

Dieser Tag hat uns wieder gezeigt, dass – wenn alle an einem Strang ziehen – alles möglich ist!

Unverletzte Hunde, zufriedene und fröhliche Gesichter der Hundebesitzer und hilfsbereite Freunde – das ist für uns –  den FCW –  der größte Sieg.

Eine schöne und erholsame Winterpause wünscht Euch das Team des FCW!

 Eva Frasz

Obfrau/Coursingleiter

 



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